Sri Yantra – Heilige Geometrie

Sri Yantra – Einführung

Setze dich aufrecht hin auf einen Stuhl mit geerdeten Füßen oder in einem bequemen Sitz auf deiner Matte.
Deine Wirbelsäule ist aufgerichtet, dein Herzraum offen, dein Kinn leicht gesenkt.
Stelle nun das Sri Yantra vor dir auf so, dass es auf Augenhöhe ist und du es mühelos mit weichem, ruhigem Blick betrachten kannst.
Lass deine Schultern sinken, deine Hände ruhen entspannt auf den Oberschenkeln oder im Schoß.
Atme ein paar Mal tief ein und aus.
Lass die Gedanken kommen – und gehen.
Lass alles, was vorher war, los.
Du bist ganz hier – ganz bei dir.

Sri Yantra – Meditation

Sri Yantra

Einladung in das Herz des Universums

In einer Welt voller Ablenkung und rastloser Bewegung lädt dich das Sri Yantra ein, nach innen zu gehen. Es ist ein Weg von der äußeren Welt in die Tiefe deines Herzens, vom Sichtbaren ins Unsichtbare, vom Menschsein zur göttlichen Erkenntnis.

Ursprung und Bedeutung

Das Sri Yantra stammt aus der tantrischen Tradition Indiens und gilt als heilige Geometrie der Schöpfung. Es ist der Wohnsitz von Lalita Tripura Sundari – der göttlichen Mutter, die Liebe, Weisheit, Kraft und Transformation vereint.
Ihr Name bedeutet: Die schöne Göttin der drei Welten – Körper, Geist und Seele. Sie wirkt in vielen Formen wie Durga, Lakshmi oder Kali und verkörpert die schöpferische Kraft des Universums.

Die Struktur des Sri Yantra

Neun Dreiecke – fünf weibliche, vier männliche – verschmelzen zu einem komplexen Mandala aus 43 kleineren Dreiecken, geordnet in neun Ebenen. Sie spiegeln die Reise des Bewusstseins von außen nach innen, vom Irdischen zum Göttlichen.

Spirituelle Wirkung

Das Sri Yantra unterstützt dich dabei, den Geist zu zentrieren, innere Ordnung zu finden und tiefer in dein wahres Selbst einzutauchen. Es harmonisiert das Energiesystem, löst alte Muster und führt dich in einen überbewussten Zustand – einen Raum stiller Klarheit, Weite und Verbundenheit.

Trataka – Das Sehen als Meditation

Beim Trataka richtest du deinen Blick auf das Sri Yantra, ruhig und ohne Ablenkung. Nach einiger Zeit beginnt sich das Bild nach innen zu öffnen. Die Geometrie wird zum Tor in tiefere Bewusstseinsebenen. Der Geist wird ruhig, das Denken löst sich. In dieser Stille wird das Unsichtbare erfahrbar.